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Kultur im Baringer Münster

  • Eichstätter Domchor
    Eichstätter Domchor
    So., 21. Juli
    Münster Heilig Kreuz Bergen
    21. Juli 2024, 17:00
    Münster Heilig Kreuz Bergen, Kirchpl. 10, 86633 Neuburg-Bergen
    21. Juli 2024, 17:00
    Münster Heilig Kreuz Bergen, Kirchpl. 10, 86633 Neuburg-Bergen
    Georg Friedrich Händel: "Messiah"
  • Konzert für Orgel & Trompete
    Konzert für Orgel & Trompete
    So., 15. Sept.
    Münster Heilig Kreuz Bergen
    15. Sept. 2024, 17:00
    Münster Heilig Kreuz Bergen, Kirchplatz, 86633 Neuburg-Bergen
    15. Sept. 2024, 17:00
    Münster Heilig Kreuz Bergen, Kirchplatz, 86633 Neuburg-Bergen
    Hans Jürgen Huber (Trompete) und Franz Günthner (Orgel)
  • 35. Baringer Kirchenkonzert
    35. Baringer Kirchenkonzert
    So., 27. Okt.
    Münster Heilig Kreuz Bergen
    27. Okt. 2024, 17:00
    Münster Heilig Kreuz Bergen, Kirchplatz, 86633 Neuburg-Bergen
    27. Okt. 2024, 17:00
    Münster Heilig Kreuz Bergen, Kirchplatz, 86633 Neuburg-Bergen
    Liederkranz Neuburg
  • Baringer Adventsingen
    Baringer Adventsingen
    So., 22. Dez.
    Münster Heilig Kreuz Bergen
    22. Dez. 2024, 17:00
    Münster Heilig Kreuz Bergen, Kirchplatz, 86633 Neuburg-Bergen
    22. Dez. 2024, 17:00
    Münster Heilig Kreuz Bergen, Kirchplatz, 86633 Neuburg-Bergen
    Eintritt frei (Spenden erbeten)

Freundeskreis
Kultur im Baringer Münster e.V.

Ansprechpartner:

Edgar Mayer (1. Vorsitzender)

Tel.: 0176-21824495

E-Mail: MayerEdgar2@t-online.de

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Kultur im Baringer Münster

Rückblick auf die letzten Konzerte

16. Juni 2024
VIVA LA MUSICA

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Foto: Edgar Mayer

Bergen (max.) Mit einem sehr anrührenden Konzert hat am vergangenen Sonntag VIVA LA MUSICA aus Gaimersheim das Münster Hl. Kreuz zum Leuchten gebracht. Die Sitzplätze im Kirchenschiff reichten für die überaus zahlreichen Besucher und Besucherinnen nicht aus , um sich vom „Frohlocken mit den  Engeln" der Sänger und Musiker unter ihrem Dirigenten Richard Westner inspirieren zu lassen. Nicht zu übersehen war,  dass die Chor- und Orchestergemeinschaft eine große Fangemeinde aus dem Umfeld der Musiker aus  Gaimersheim selbst mitbrachte, die die Schönheit und Pracht des Baringer Münster,  auch in akustischer Hinsicht, am Ende in jeder Hinsicht genossen.

Der Chor präsentierte sich in Bestform und ließ die Werke der verschiedenen Genres im Münster  mit beeindruckender Präzision und sehr homogen erklingen. Das Markenzeichen des Chores ist und bleibt die Altersmischung, weshalb der Chorklang auch als spezifisch und unverwechselbar zu bezeichnen ist: klar, rein, unverblümt und ebenso nachdrücklich, bedingt durch das Faktum, dass sich der Chor aus sehr jungen Kinderstimmen der Chormäuse als auch Erwachsenenstimmen zusammensetzt. Bei „Child of peace“ und „The Rose“ traten die Chormäuse auch alleine, charmant und die Herzen der Zuhörer einnehmend, in Erscheinung.

Der Chor, der ein breitgefächertes Repertoire aufweist, bestach durch seine musikalische Vielfältigkeit und präsentierte ein abwechslungsreiches Programm mit einem Kaleidoskop quer durch die Musikepochen: immer im Mittelpunkt der Lobpreis Gottes im Gewand verschiedener Stilrichtungen.  Das Orchester eröffnete mit dem Andatino festivo von Jean Sibelius, welches eingängig, präzise und wohltuend aus weichen Harmonien daherkam.

Unter dem klaren und gleichzeitig feinfühligen Dirigat von Richard Westner  sang der Chor mit präziser Textaussprache, immer wieder mit auffallend schöner legato-Phrasierung wie bei „Look at the world“ von John Rutter, einem himmelhochjauchzenden Lobgesang an Gottes wunderbare Schöpfung .

Wie muss des dem Rucksack-Pilger ergangen sein, der als Jakobsweg-Pilger per Zufall dem Konzert beiwohnte. Bergen befindet sich am 273 km langen ostbayerischen Jakobsweg und mit „Migrandi“ bekam er ein Stück aus der Feder von Gunter Scholler dargeboten, das aus einer Sammlung stammt, die den Jakobsweg musikalisch darstellt. Das Chor und Orchesterwerk symbolisiert, auch durch die Staccato-Stellen, den teilweise  ruppigen Weg, steigert sich aber im Verlauf immer mehr einem grandiosen Finale, dem Ziel des Wallfahrtsweges entgegen. 

Als Pendant dazu das geläufige Arioso von Johann Sebastian Bach, bei dem Marlene Donaubauer als Solo-Violinistin die Melodie in innig-gefühlvoller Stimmung ausbreitete, getragen vom dezent und unaufdringlich begleitenden Orchester. 

Wunderschön und auch packend die Gesänge des Chores, ob bei „Ubi caritas“ von Audrey Snyder, dem in der Tat engelsgleichen „Vom Flügel eines Engels berührt“ von Bernd Stallmann oder Gabriellas Song, der aus dem schwedischen Kinofilm "Wie im Himmel" stammt und  seit 2005 die Herzen der Menschen berührt.

Immer wieder durften sich die Musiker über den reichen und begeisterten Applaus des Publikums freuen, welches die nächsten Konzerte bereits wieder im Terminkalender eintragen konnte. Am Samstag 6.Juli gastiert der Jugendkammerchor Ingolstadt unter Leitung von Eva-Maria Atzerodt und am 21.Juli steht mit dem Messias vom Eichstätter Domchor ein wahrlich großer Höhepunkt im Jahresprogramm des Freundeskreises Kultur im Baringer Münster an.

 

5. Mai 2024
Spirituals von 4 KUnited

Spirituals von 4 KUnited (Christof Zoelch, Jörg Edelmann, Deborah Harrison und Edgar Mayer) gab es im Münster Hl. Kreuz in Bergen zu hören, während Graf Guy von Moy als Diözesanleiter des Malteserhilfsdienstes Eichstätt um Spenden für die Hilfsprojekte für Pater Gerhard Lagleder in Südafrika warb.
Spirituals von 4 KUnited (Christof Zoelch, Jörg Edelmann, Deborah Harrison und Edgar Mayer) gab es im Münster Hl. Kreuz in Bergen zu hören, während Graf Guy von Moy (2.v.r.) als Diözesanleiter des Malteserhilfsdienstes Eichstätt um Spenden für die Hilfsprojekte für Pater Gerhard Lagleder in Südafrika warb. (Foto: Franz von Redwitz)

Bergen (max.) Es war wohl ein außergewöhnliches Konzert am Sonntag im Münster Hl. Kreuz in Bergen. Dies zeigte sich bereits bei der Eröffnung, in der Graf Guy von Moy, Diözesanleiter des Malteserhilfsdienstes Eichstätt sich an die Besucher, die wieder in Scharen strömten, wandte, und auf den Spendencharakter des Konzertes hinwies: ein Benefizkonzert für Pater Gerhard Lagleder, dessen Stiftung Brotherhood of Blessed Gerard als Hilfsorganisation des Malteserordens die Ärmsten der Armen in Mandeni im Zululand in Südafrika unterstützt. Graf Moy bat deshalb mit einer Sprachbotschaft von Pater Lagleder, der auf Grund eines Lourdes-Aufenthaltes nicht selbst anwesend sein konnte: Öffnen Sie Ihre Herzen für die Musik und für die Armen! Und dies taten die Besucher am Ende auch, denn knapp 2000 € können nun an die Stiftung überwiesen werden. 
Dass so fest gespendet wurde, lag in erster Linie natürlich auch an der Musik, das von einer Gruppe dargeboten wurde, die sich als 4KUnited-Qurtett extra für dieses Konzert gebildet hatte und durchaus innovative Musik ins Münster brachte. Inhaltlich knüpfte die vokal und instrumental servierte Musik der vier Musiker, die sich von der Katholischen Universität Eichstätter her kennen, an den Benefizcharakter an, denn auch der Ursprung von Spirituals, welche thematisch das Konzert umschlossen,  hat sehr viel mit Not, Elend, Hoffnungslosigkeit und Entbehrung gemeinsam. Und dies stellte Deborah Harrison in ihren Moderationstexten immer wieder deutlich heraus. So gewährte die US-Amerikanerin den Zuhörern Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Spirituals, erläuterte historische Zusammenhänge, ausgehend von der Flucht  aus Afrika, von wo die Sklaven nichts mitbrachten außer Erinnerungen an ihre Heimat und ihr musikalisches Erbe. Als Introitus eröffnete das seufzende „I couldn’t hear nobody pray“, gepaart mit dem klagend-stolzen Ton der Orgel, bei dem das Gefühl zum Ausdruck kommt,  ganz allein zu sein und von niemandem Hilfe bei der Flucht in die Freiheit zu bekommen.
Deborah Harrison, souverän und stilsicher unterstützt von Jörg Edelmann am Piano, interpretierte die Spirituals auf ihre eigene Art, emotional und ergreifend, wie das allseits bekannte „Nobody knows the trouble I´ve seen“ - während des Bürgerkriegs von Afroamerikanern geschrieben, die gegen Unterdrückung, Schmerz und Hoffnungslosigkeit kämpften. 
Das hoffnungsgebende „Good News“, „Swing low, sweet chariot“ oder „Wade in the water“. Alle bekannten Spirituals waren vertreten, alle mit einem kräftigen eigenen Esprit und dann gepaart mit dem kraftvollen Saxophon von Christof Zoelch, der aus der Jazz-Szene bekannt ist und seine virtuose  Improvisationskunst bravourös unter Beweis stellte.    
Diese zeigte er auch bei den zunächst auf einem festen und strengen beruhenden harmonischen Schema von „Amazing Grace“, „Deep River“ oder „Steal away“ mit der Orgel, gespielt vom Organisten im Münster, Edgar Mayer, auf,  einmal mit dem im Ton eher etwas prägnanteren und durchsetzungsfähigeren Sopran-, dann das etwas tiefere Altsaxophon, waren keinen gewöhnliche Hörgenüsse für die im Münster eher mit Barockmusik vertrauten Zuhörer.  Es waren neue Töne und Klangbilder der beiden doch so unterschiedlich erscheinenden Instrumente, die sich da ins Münster einschlichen. Durch improvisatorische Elemente, die mit ihrer Spontaneität eine Verdichtung und Intensivierung des musikalischen Ausdrucks vergleichbar dem Jazz und Blues bewirkten, konnten hier neue Akzente gesetzt werden. 

 

12. bis 14. April 2024
Hans-Berger-Wochenende

 

Ein großartiges kirchenmusikalisches Wochenende mit dem Hans Berger Ensemble bildete den Auftakt der diesjährigen Konzertreihe im Münster Hl. Kreuz.
In einer vormittäglichen Samstagsmatinee griff Hans Berger selbst in die Saiten seiner Zither und gestaltete in einer wohligen und sehr intimen Atmosphäre eine Zithermatinee, übertitelt mit „Von Bach bis Seebach!“
Am Nachmittag erlebten wir in einem reizenden Kindergottesdienst mit Pfarrer Florian Leppert und wie Töne in Gottes Melodie erklingen. Hans Berger hat nämlich auch wunderbare Kinderlieder für den gottesdienstlichen Gebrauch komponiert und dabei auf Texte von Silja Walter, Helmut Zöpfl oder Georg Thurmaier zurückgegriffen.
Es folgte ein fulminantes und absolut fantastisches und majestätisches Konzert, als der Sohn von Hans Berger, Johannes Berger in einem Orgelkonzert zusammen mit Matthew Sadler an der Trompete unser Münster zum Klingen brachte.
Zum Abschluss der Glanzpunkt, als das Ensemble Hans Berger mit dem Montini-Chor (bayerisch- tirolische Singgemeinschaft) und dem großen Orchester das alpenländische Osteroratorium aufführte. Nachdem das Ensemble bereits im August 2023 mit dem Marienoratorium in Baring zu Gast war, erfolgte  die Weiterführung, denn Hans Berger hat drei Oratorien zu den kirchlichen Hochfesten komponiert: Oster-, Weihnachts- und Marienoratorium.
Das Osteroratorium nimmt seinen Ausgang von der Feier des Aschermittwochs nimmt. Das Geschehen verdichtet sich über den Palmsonntag und der Karwoche mit Gründonnerstag und Karfreitag, als Jesus für uns Menschen am Kreuz gestorben. Und wo könnte dieses Geschehen expliziter, augenscheinlicher zum Ausdruck kommen, als im Münster Hl. Kreuz, wo die Kreuzsymbolik allgegenwärtig ist: bereits im Grundriss der Kirche verankert verdichtet sie sich in der Ornamentik der Deckenfresken als auch im Altarbild, allesamt von Johann Wolfgang Baumgartner geschaffen.  Das Hochaltargemälde stellt "Christus am Kreuz" dar. Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben , im Kreuz in Hoffnung!
Im feierlichen „Exsultet“ werden die fleißigen Bienen erwähnt, aus deren kostbaren Wachs die Osterkerze hergestellt wird. Die unermessliche Freude wird dann im „Christ ist erstanden“ hörbar, wenn das große Orchester zusammen mit dem Chor über die Auferstehung jubiliert. „Denn dies ist die Nacht, in der die Glaubenden von der Hoffnungslosigkeit zur Hoffnung, von der Trauer zur Freude, von der Bedrängnis in die Freiheit, vom Tod zum Leben geführt werden.“
Hans Berger sagt selbst über seine Arbeit: „Dass diese Werke gelingen konnten, ist zum einen meiner langjährigen Tätigkeit als Kirchenmusiker in Oberaudorf zu verdanken, zum anderen den Erfahrungen, die ich als Leiter des Advents- und Weihnachtssingens im Bayerischen Fernsehen und beim Salzburger Adventssingen sammeln konnte. In letzter Zeit konzentrierte ich mich immer mehr auf eigene Kompositionen und Aufführungen. Meine Oratorien verstehe ich aber nicht als endgültige Werke, sondern als lebenslange Herausforderung, an der ich kontinuierlich weiterarbeiten möchte.“
Zu allen Veranstaltungen war jeweils der Eintritt frei dank eines großherzigen Sponsors, dem ein herzliches Vergelt´s Gott gebührt.

Text: Edgar Mayer / Fotos: Franz Josef Seidl

Johannes Berger (Orgel) und Matthew Sadler (Trompete)

17. Dezember 2023
Baringer Adventssingen

Zum 20.Mal jährte sich in diesem Jahr das Adventssingen im Münster Hl. Kreuz in Bergen. Organisator war und ist damals wie heute Karl Speth, auf dessen Initiative das beliebte Singen in der Vorweihnachtszeit, zunächst im jährlichen Wechsel mit dem Mariensingen stattfand. Am heurigen Konzert nahmen neben der einheimischen Baringer Blaskapelle unter Leitung von Thomas Fahrmeier, der Bocksberger Männerviergesang, der Lippertshofener Frauenviergsang, das Sonlnhofer Zithertrio sowie Amelie Gensberger und Anna Rein an der Harfe teil. Zahlreiche Besucher füllten das Münster bis auf den letzten Platz, das mit dem Andachtsjodler, vorgetragen von allen Gruppen und dem gemeinsamen "Macht hoch die Tür" einen stimmungsvollen Ausklang fand. (Text und Bilder: Edgar Mayer)

1. Oktober 2023
Keta Nino